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Der Himmel der Nacht der Mondlandung

Datum:20 Juli 1969
Ort:Meer der Ruhe, Mond
Koordinaten:0.6744, 23.4731
Kategorie:Weltraum

Am 20. Juli 1969, um 20:17 UTC, setzte die Mondlandefähre Eagle auf dem Meer der Ruhe auf. Stunden später sprach Neil Armstrong die berühmtesten Worte der Raumfahrtgeschichte. Diese Sternenkarte fängt das Firmament ein, wie es über der Landestelle in jenem genauen Moment erschien — ein Himmelspanorama, das nur zwei Menschen je von der Oberfläche einer anderen Welt aus betrachtet haben.

Historischer Kontext

Der 20. Juli 1969 wird für immer im Gedächtnis der Menschheit eingraviert bleiben als der Tag, an dem unsere Spezies den Fuß auf eine andere Welt setzte. Um 20 Uhr, 17 Minuten und 40 Sekunden UTC setzte die Mondlandefähre Eagle, gesteuert von Neil Armstrong und Buzz Aldrin, sanft auf der staubigen Oberfläche des Meers der Ruhe auf. Im Kontrollzentrum in Houston herrschte absolute Stille. Dann knisterte Armstrongs Stimme durch die Lautsprecher: «Houston, hier Basis Tranquility. Der Adler ist gelandet.» Charlie Duke, der CapCom, antwortete mit vor Emotion zitternder Stimme: «Verstanden, Tranquility. Wir hatten hier schon blaue Gesichter. Wir atmen wieder.»

Sechs Stunden später, um 02:56 UTC am 21. Juli, stieg Armstrong die Leiter des Mondmoduls hinab und setzte seinen linken Stiefel auf den Mondboden. «Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.» Diese Worte wurden von etwa 600 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gehört — das größte Fernsehpublikum der Geschichte zu dieser Zeit. In Wohnzimmern, Kneipen und auf öffentlichen Plätzen auf allen Kontinenten blickten Menschen zum Mond empor, im Wissen, dass zwei der Ihren auf seiner Oberfläche standen.

Welches Himmelsschauspiel bot sich den Astronauten von der Mondoberfläche? Ohne Atmosphäre, die das Licht streut, ist der Mondhimmel bei Tag pechschwarz. Sterne funkeln nicht: Sie leuchten mit einem festen, durchdringenden Glanz, wie Diamanten in schwarzem Samt. Die Erde, am Mondhimmel schwebend, erschien als blendend blau-weiße Sichel, viermal größer als der Vollmond von der Erde aus gesehen. Ihr Licht war so intensiv, dass es weiche Schatten auf den grauen Regolith warf.

Das Sternbild Schütze beherrschte einen Teil des Himmels, mit dem Zentrum der Milchstraße als leuchtendem Band von einer Klarheit, die von der Erde aus unmöglich zu beobachten ist. Orion, der himmlische Jäger, stand Wache, sein Gürtel aus Sternen perfekt ausgerichtet. Sirius, der hellste Stern am irdischen Nachthimmel, strahlte mit außerordentlicher Intensität, befreit vom Funkeln, das unsere Atmosphäre ihm verleiht. Die Plejaden bildeten einen kompakten Haufen von unwirklicher Schönheit.

Für Armstrong und Aldrin waren diese Sterne nicht bloß ein Schauspiel — sie waren Navigationspunkte. Das Leitsystem der Apollo nutzte einen Sternsextanten zur Triangulation der Raumschiffposition. Die Astronauten hatten 37 Navigationssterne auswendig gelernt, darunter Canopus, Rigel und Wega, die sie visuell identifizieren mussten, um den Bordcomputer zu kalibrieren.

Während dessen umkreiste Michael Collins allein an Bord des Kommandomoduls Columbia den Mond und passierte regelmäßig die Rückseite, abgeschnitten von jedem Funkkontakt mit der Erde und seinen Gefährten. In diesen Momenten war er der isolierteste Mensch der gesamten Geschichte — von seinen Mitmenschen durch mehr als 380.000 Kilometer leeren Weltraum getrennt. Durch sein Fenster betrachtete er ein Firmament von absoluter Reinheit.

Die Apollo-11-Mission war der Höhepunkt eines jahrzehntelangen Wettlaufs ins All zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, ausgelöst durch Präsident Kennedys Rede im Mai 1961: «Ich glaube, dass sich diese Nation dem Ziel verpflichten sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn sicher zur Erde zurückzubringen.» Acht Jahre und 25 Milliarden Dollar später war dieses Versprechen eingelöst.

Die auf dem Mond aufgestellte amerikanische Flagge weht nicht — sie wird von einer horizontalen Stange gehalten, denn im Mondvakuum gibt es keinen Wind. Die Fußabdrücke von Armstrong und Aldrin sind noch immer dort, unberührt, im Regolith konserviert. Ohne Erosion, ohne Regen, ohne Wind werden sie Millionen von Jahren sichtbar bleiben, stille Zeugen menschlicher Kühnheit unter einem ewigen Sternenhimmel.

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